Ein gutes Leben?!
Interview mit der Gewinnerin des Philosophiepreises 2025/26
Liebe Caitlín, zunächst herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des Philosophie-Wettbewerbs 2025! Du bist deutschlandweit eine von 16 und für die Jahrgangsstufe 13 eine von 2 Gewinner:innen jenes Preises. Dieses Mal wurde beim Schülerwettbewerb der PhilosophieArena folgender Fragestellung nachgegangen: „Was bedeutet ein ,gutes Leben‘ und wie lässt es sich erreichen?“ Erzähle uns, wieso dieses Thema dein Interesse geweckt hat!
Caitlín: Wir haben schon im Unterricht über das Thema Glück gesprochen, und ich denke, jeder hat schon einmal darüber nachgedacht, wie man ein gutes Leben führen kann und was es ausmacht. Viele Menschen definieren Glück anders, was zu der Frage führt, ob es überhaupt eine richtige oder falsche Antwort auf diese Frage gibt, oder ob jeder diese Frage für sich selbst beantworten muss. Das finde ich ziemlich interessant.
Man konnte zwischen unterschiedlichen Ausarbeitungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Essay, Kunstwerk oder Film, selektieren – für welche Variante hast du dich entschieden und warum?
Caitlín: Ich habe mich entschieden, ein Essay im Stil unserer Facharbeit zu schreiben, da ich das Gefühl habe, mich schriftlich am besten ausdrücken und meine Gedanken darstellen zu können. Ich kann eine Menge von Informationen sammeln, einzeln darstellen und dann versuchen, alles miteinander zu verbinden. Hierdurch können sich die Leser erst ihre eigene Meinung bilden und dann meine Meinung selbst bewerten.
Seit über 10 Jahren wird unter dem Motto „Sapere aude! Wage weise zu sein!“ jährlich eine Ausschreibung zu einer philosophischen Fragestellung seitens der Veranstalter umgesetzt. Erzähle uns mehr über deine diesjährige weise Ausarbeitung!
Caitlín: Wie schon erklärt, habe ich mich teilweise von unserer Unterrichtsreihe in Philosophie inspirieren lassen, wo unsere Lehrerin Frau Pascher uns verschiedene Theorien von bekannten Philosophen zum Thema Glück vorstellte. Zusätzlich dazu habe ich weiter recherchiert, was Glück ansonsten noch beeinflussen könnte, wie Leute es häufig zu erreichen versuchen und welche Gefahren es birgt. Natürlich spielen auch die Bedürfnisse sowie das Gewissen eine Rolle, welche ich daher auch miteinbezogen habe. Anschließend habe ich dann versucht, meine Ansicht darzulegen, welche hauptsächlich darin besteht, dass es keinen bestimmten Weg zum Glück gibt. Durch unsere heutige Zeit ergeben sich auch immer mehr Herausforderungen auf dem Weg zur Erreichung des Glücks, wie der Kapitalismus, Kriege und Digitalisierung, welche uns zwingen, die alten Theorien nochmal in einem ganz anderen Licht anzusehen und über neue Definitionen nachzudenken.
Bereits im vergangenen Jahr konntest du die Jury, bestehend aus Expert:innen der Fachbereiche Philosophie, insbesondere der Ethik, dem Komplexitätsmanagement und der Systemtheorie, mit deiner Abgabe überzeugen. Wie fühlt es sich an, diesen Preis gleich zweimal hintereinander gewonnen zu haben?
Caitlín: Ich fühle mich sehr geehrt, dass die Jury mich gleich zweimal ausgezeichnet hat, besonders da ich beim ersten Mal schon sehr überrascht war, für einen Preis ausgewählt worden zu sein.
Neben einer Urkunde ist der Preis auch mit 100,- Euro dotiert – wofür wirst du das Preisgeld verwenden?
Caitlín: Ich habe das Preisgeld noch nicht fest verplant, werde es aber vermutlich für mein anstehendes Studium ansparen.
Zu guter Letzt darfst du die Werbetrommel für den Preis rühren: Wieso sollten auch andere Schüler:innen unserer Schule bei diesem Wettbewerb mitmachen?
Caitlín: Abgesehen von der Chance zu gewinnen, fand ich es überaus interessant, mich mit den Themen des Wettbewerbs zu befassen. Durch die Abgabe befasst man sich mit dem Thema auf eine Weise, auf die man es sonst vermutlich nicht machen würde. Besonders bei Themen wie Glück oder, wie im letzten Jahr, KI, ist dies auch für unsere Leben relevant.
Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen und dir natürlich weiterhin ein „gutes Leben“!











