„Unfälle passieren nicht. Sie werden verursacht.“
Crash-Kurs NRW 2026
Seit einigen Jahren versucht die Polizei NRW mit dem „Crash-Kurs NRW“ die Anzahl an Verkehrsunfällen nachhaltig zu senken, denn Fahrerinnen und Fahrer im Alter von 18-24 Jahren verursachen im Heinsberger Raum überproportional viele der schweren Verkehrsunfälle.
Entsprechend war der Crash-Kurs NRW auch in diesem Schuljahr wieder fest im Kalender des BKW verankert. Im Vorlauf des Crash-Kurses wurden die teilnehmenden Klassen auf die Veranstaltung vorbereitet. Hierbei verfassten die Schüler:innen auf Papierzetteln individuelle Lebensziele, die im Forum für alle sichtbar angeheftet und vor Ort thematisiert wurden. Anhand von emotionalen Berichten von Betroffenen und eindringlicher medialer Aufbereitung setzten die Schüler:innen sich im Beisein ihrer Fachlehrer:innen damit auseinander, wie Verkehrsunfälle entstehen und wie sie sich vermeiden lassen.
Emotionale eigene Erfahrungen vermittelten in diesem Jahr Polizist Karl-Heinz Tirol, Polizeibeamtin Fabienne Meys, Notfallseelsorger Stephan Lütgemeier sowie Martina Wilmes, deren 18-jährige Tochter 2004 bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückt ist. Zentrale Botschaft jener Vorträge war, dass sich viele Unfälle vermeiden ließen, wenn Regeln des Straßenverkehrs eingehalten werden würden – so zum Beispiel das Fahren mit angepasster Geschwindigkeit, das Nichtverwenden von Smartphones am Steuer, das Fahren ohne Drogen und Alkohol sowie das Anschnallen im Auto.
Durch die emotionale Bindung der Redner:innen zu den vorgestellten ortsnahen Unfällen waren die zuhörenden Schüler:innen empfangbarer für jene Botschaften. So berichtete Fabienne Meys zum Beispiel von einem Einsatz im Kreis Heinsberg, bei dem eine 31-jährige schwangere Frau sowie ihr ungeborenes Kind im Beisein ihres Lebensgefährten mit dem Auto eines 19-Jährigen, der unter Alkohol sowie Kokain stand und mit 70 km/h eine rote Ampel überfuhr, getötet wurden.
Am Ende aller Vorträge wurde durch das Zerstören jeweils eines Luftballons das Lebensziel der entsprechenden Todesopfer symbolisch vernichtet, doch am Ende blieb ein grüner Luftballon als Hoffnung über. Er symbolisierte die weiterhin vorhandenen Lebensziele der anwesenden und nun für Risiken im Straßenverkehr sensibilisierten Schüler:innen.
In den anschließenden Schulstunden wurde die Veranstaltung durch die Lehrenden des BKW nachbereitet – hier erhielten die Schüler:innen Raum, um ihre gewonnenen Eindrücke und Emotionen zu verbalisieren, eigene Erfahrungen zu teilen und Verarbeitungsprozesse einzuleiten.
Mit dem Ziel, weiter für die Risiken im Straßenverkehr zu sensibilisieren, wird der „Crash-Kurs NRW“ unter dem Motto „Realität erfahren. Echt hart.“ auch 2027 wieder ein fester Bestandteil der Verkehrserziehung unserer Schule sein!









