9. Oktober 2026

Gemeinsam gegen das Vergessen

98. Stolpersteinverlegung in Geilenkirchen

In der Geilenkirchener Innenstadt fand mit dem Ziel, Erinnerung zu bewahren und ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen, eine besondere Gedenkveranstaltung statt, bei der sich auch unsere Schule beteiligte. Im Rahmen der Stolpersteinverlegung wurden fünf bereits bestehende Stolpersteine für die Familien Gottschalk und Frenkel erneuert und ein weiterer, für Adele Gottschalk, neu verlegt. Damit erinnern inzwischen 98 Stolpersteine in Geilenkirchen an die Schicksale jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden.

Auch das Berufskolleg Wirtschaft Geilenkirchen nahm mit drei Klassen an der Veranstaltung teil: Die BFS262 mit „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“-Beauftragte Frau Poth, die IFK261 mit Frau Göz sowie der Leistungskurs Englisch GYW241/242 mit Herrn Meessen. Begleitet wurde die Veranstaltung zudem vom Schulleiter Herrn May.

Organisiert wurde die Gedenkveranstaltung von der Initiative „Erinnern Geilenkirchen“. Gemeinsam mit zahlreichen Schülerinnen und Schülern anderer Geilenkirchener Schulen gedachten die Teilnehmenden der jüdischen Familien Gottschalk und Frenkel. Besonders bewegend war die digitale Zuschaltung von Dina Gottschalk, deren Eltern zu den Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung gehörten. Sie bedankte sich bei den Schülerinnen und Schülern für ihr Engagement und dafür, dass die Erinnerung an ihre Familie lebendig gehalten werde.

An den verschiedenen Stationen wurden die Lebensgeschichten der betroffenen Familien vorgestellt. Musikalische Beiträge begleiteten die Gedenkveranstaltung und unterstrichen deren besondere Atmosphäre.

Für unsere Schülerinnen und Schüler bot die Teilnahme eine wertvolle Gelegenheit, sich mit der Geschichte Geilenkirchens und den Folgen von Antisemitismus sowie Menschenfeindlichkeit auseinanderzusetzen. Es wurde deutlich, wie wichtig es ist, die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wachzuhalten und auch heute für Toleranz, Respekt und Menschlichkeit einzutreten – dies unterstrich auch Geilenkirchens Bürgermeister Armin Leon mit seiner klaren Botschaft: „Antisemitismus, Rassismus  und Menschenfeindlichkeit haben in Geilenkirchen keinen Platz!“

Impressionen

Text und Fotos: Thomas Willms - © BKW Geilenkirchen