„Wir sind eine Menschheit“
Workshop für Toleranz 2026
Traditionell findet zum Schuljahresende am BKW der Workshop für Toleranz und gegen Diskriminierung statt. Als zertifizierte „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist dies eine Herzensangelegenheit, welche entsprechend von vielen Kolleg:innen und Schüler:innen Unterstützung findet.
In diesem Jahr wurden acht verschiedene Workshops angeboten, für welche sich die Schüler:innen der Stufe 11 der gymnasialen Oberstufe, der BFS sowie der AVI anmelden konnten.
Mit dem Workshop „War Stauffenberg ein Held? – Das Attentat auf Hitler 1944“, dessen Leitung wie in den Vorjahren Astrid Wolf übernahm, beschäftigten sich die Schüler:innen mit dem Attentat vom 20. Juli 1944, das Claus Graf Schenk Stauffenberg auf Adolf Hitler verübte, welches jedoch misslang und mit der Verurteilung Schaufenbergs zum Tode endete. Die Kursteilnehmer:innen gingen der Fragestellung nach, ob jene Tat des Widerständlers ein Beispiel für Zivilcourage gewesen sei und ob der Kinofilm „Operation Walküre“ die wahre Geschichte eines Helden zeige.
Ebenfalls der Workshop „Nie wieder ist jetzt! – Umgang mit Propaganda und Einflussnahme“ war Teil des Programmangebots. Hierbei suchten Linda Goldstraß und Oliver Brosius zusammen mit den Workshop-Teilnehmer:innen nach Antworten zu diesen Fragen: Wo und wie passiert Meinungsmache? Welche Rolle spielen hierbei digitale Medien und Künstliche Intelligenz?
Les Bulling und David Prinzen luden zum Workshop „Vorurteile und Stammtischparolen – Wie können wir ihnen begegnen?“ ein. Die Teilnehmenden setzten sich mit verschiedenen Vorurteilen auseinander, erarbeiteten Strategien zum Umgang mit Vorurteilen und wandten diese in verschiedenen Rollenspielen erfolgreich an.
Unter der Leitung von Sonja Kremers (Kommunales Integrationszentrum Kreis Heinsberg) ging es im vierten Workshop um ein innovatives Demokratiespiel namens „Quararo“. Abgeleitet aus dem Arabischen und Türkischen bedeutet dies „entscheiden“ – genau jene Entscheidungskompetenz stand im Fokus, wenn unterschiedliche Demokratieformen untersucht und spielerisch selbst erlebt wurden.
Ausgehend von dem Kunstprojekt „Engel der Kulturen“ boten die beiden Referandarinnen Kerstin Schumacher und Nezan Orhan einen kreativen Workshop an, in dem unter anderem Plakate zu den Themen Antidiskriminierung, Menschlichkeit und Toleranz umgesetzt wurden – so zum Beispiel mit der eindringlichen Botschaft „Wir sind eine Menschheit“.
Kreativität und Köpfchen waren ebenfalls in Workshop 6 gefragt, der von Paul Katthage veranstaltet wurde. Mit der Intention, 3D-Kunstwerke zum Thema „Toleranz“ zu erstellen, setzten sich die Schüler:innen vorher in einer Austauschphase mit persönlichen Erfahrungen in Richtung Diskriminierung und Toleranz auseinander. Im weiteren Verlauf entstanden nach Entwicklung am PC kreative 3D-Modelle als Endergebnisse.
Die externen Gäste Eddi (Wegweiser) und Saskia Jende (Innenministerium NRW) werteten mit ihrem Workshop „Extremismus – Welche Formen gibt es? Warum werden Menschen Extremisten?“ ebenfalls das Angebot des Aktionstages auf. Innerhalb jenes Workshops wurde das Metalogspiel „Kultur-Rallye“ durchgeführt, Theoriewissen durch den Film „Radikal“ vermittelt und der Blick auf rechtsradikale Entwicklungen im Internet durch einen Vortrag von Frau Jende gelegt.
Interesse weckte auch der Workshop „Streiten? Aber richtig!“ – Wie bilde ich mir eine fundierte Meinung? Wie kann ich diese gut vertreten?“. Hier ging es darum, Wege der Meinungsbildung aufzuzeigen und Möglichkeiten zu schaffen, um den eigenen Standpunkt überzeugend zu vertreten. Ebenfalls das Schließen von Kompromissen wurde trainiert.
Zufriedene Gesichter bei den beiden Koordinatorinnen für SOR-SMC-Projekte, Nilay Göz und Heike Poth, sowie positive Rückmeldungen seitens der Schülerinnen und Schüler attestierten einen erfolgreichen Workshoptag und hoben die Wichtigkeit eines solchen Aktionstags, den es auch 2027 wieder geben wird, heraus!











