„Bitte seid laut, denn gemeinsam können wir etwas ändern!“
Der Anne-Frank-Tag 2026
Mit dem Ziel, Schüler:innen für Demokratie und gegen Rassismus und Antisemitismus zu sensibilisieren, indem sie sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus‘ und Anne Franks Leben auseinandersetzen, wird jedes Jahr am 12. Juni – zu Anne Franks Geburtstag – vom Anne-Frank-Zentrum der Anne-Frank-Tag organisiert.
126.000 Schüler:innen an 843 Schulen beteiligten sich in diesem Jahr an diesem Aktionstag unter dem Motto „Geschichte erzählen“ – so auch das BKW Geilenkirchen.
Die Eröffnungsrede des Schulleiters Sven May stellte auch in diesem Jahr den Beginn der Veranstaltung dar. Aufgrund der herrschenden rauen Zeiten mahnte er, dass Ausgrenzung bereits mit Worten beginne. Er resümierte, dass Anne Frank die Stimme genommen worden sei, wir unsere aber noch hätten – entsprechend sei ein mutiges und entscheidendes Agieren wichtig. Anschließend übernahm SV-Lehrerin Heike Poth, welche sich zusammen mit Nilay Göz für die Organisation des Aktionstages verantwortlich zeigte, die Moderation der Veranstaltung und hob nochmals mit ihren Worten die Wichtigkeit des Anne-Frank-Aktionstags hervor.
Jene Persönlichkeit des Aktionstags sowie ihr trauriger Werdegang wurde anschließend von John aus der GYI251 vorgestellt. Ebenfalls über die Wichtigkeit des Anne-Frank-Tagebuchs informierte er die anwesenden Klassen. Mit jenem Tagebuch hatten sich im Zuge der Veranstaltung auch Schülerinnen und Schüler des Niederländisch-Kurses von Frau Raabe beschäftigt. Dilay (GYW241), Levke (GYW242) und Milla (GYW251) lasen hieraus verschiedene Ausschnitte vor – dies auf Niederländisch sowie auf Deutsch.
Zudem appellierte Milla mit deutlichen und eindringlichen Worten an die Anwesenden:
Ich hoffe, dass alle Menschen, die hier heute sitzen, es wertzuschätzen wissen, dass wir in einem Land leben, in dem Menschenrechte nicht mit Füßen getreten werden – und genau deshalb dürfen wir nicht aufhören, für unsere Rechte zu kämpfen. […] Wenn wir aufhören zu sprechen, werden sich Geschichten wie die Judenverfolgung wiederholen. Vielleicht sind es dann nicht mehr die Juden, sondern schwule oder lesbische Menschen, die den Tod fürchten müssen. […] Bitte seid laut, denn gemeinsam können wir etwas ändern!
Anschließend stellte Ulrich Rittmann vom Arolsen Archives eben jene Datenbank des Arolsen Archives über Opfer und Überlebende des Nationalsozialismus, welche für aktive Erinnerung steht, vor. Anhand einer Beispieldigitalisierung eines Archiveintrags wurde gezeigt, wie einfach man hierbei unterstützend aktiv werden kann – dies wurde von den Schüler:innen des BKW in der fünften und sechsten Stunde dann in die Praxis umgesetzt. Ebenfalls informierten sich die Schüler:innen über das Arolsen-School-Projekt in einem virtuellen Rundgang über das Zwangsarbeitslager Ohrdruf, dem Außenlager des KZ Buchenwald.
Den technischen Support leisteten Ivan aus der GYI241 sowie Ian, Emil und Elliot aus der GYI251.










